Schönheit ist ein Begriff, der für jeden etwas anderes aussagen kann und trotzdem von unserer Gesellschaft vorgegeben wird. Mit der Bedeutung dieses Begriffes beschäftigt sich hauptsächlich die philosophische Disziplin der Ästhetik. Die Definition von Schönheit weicht in den verschiedenen Kulturkreisen stark voneinander ab. Welche Kriterien und Maßstäbe erfüllt werden müssen setzt dabei immer die Gesellschaft.

Geografischer Vergleich der Schönheitsideale

Für die Gesellschaft in Europa und der USA gilt es als erstrebenswert, einen fitten und gleichzeitig gesunden Körper, mit jugendlich gebräuntem Teint zu haben. Oft werden hierfür Maßnahmen wie ein Personaltrainer und Ernährungsberatung hinzugezogen. Das Idealgewicht wird nicht nur durch natürliche Unterstützung erreicht, immer mehr Menschen legen sich dafür unters Messer, wie zum Beispiel bei Fettabsaugungen und kleineren Korrekturen wie einer Magenverkleinerungen. Durch einen sportlichen, schlanken Körper sollen Vitalität und Disziplin verdeutlicht werden, welche für Bewunderung sorgen. Die erstrebenswerte Bräune wird durch Besuche in Solarien und mit Selbstbräuner-Produkten erreicht. Mit gesunder Bräune wird Freizeit und Wohlstand assoziiert.

Als „perfekte“ Figur gilt ein Körper, mit den Modelmaßen 90-60-90, welcher für erwachsene Frauen kaum erreichbar ist. Ein Taillenumfang von 60cm in Relation zu einem Hüftumfang von 90cm wird oft als Wespentaille bezeichnet. Jungen Männern wurden für eine Studie mehrere Bilder von nackten Frauen, welche von hinten fotografiert wurden, vorgelegt. Beim Anblick der Wespentaillen wurde im Gehirn der Männer ein Gefühl der Belohnung aktiviert. Dies geschah im selben Bereich, welcher auch bei Süchtigkeitsprozessen wie Alkohol- und Drogenkonsum eingeschaltet wird. Wohlproportionierte Körper wirken – wie festgestellt – auf Männer daher ähnlich reizvoll wie eine Droge.

Im Gegensatz zu Europa gilt es in Asien als erstrebenswert, möglichst blass zu sein. Durch gesundheitsschädliche Cremes, welche Bleichmittel erhalten, wird die natürliche Hautpigmentierung zerstört und die gewünschte Blässe wird langsam erreicht. Weniger gefährlich ist der Face-Kini, welcher im Gesicht nur Luft- und Sichtlöcher für Augen, Nase und Mund lässt. Dies beugt Bräunung vor und zeigt wenig Haut. Auch die Haare sollen heller werden und sich den „Westlichen Standards“ angleichen. Durch Schönheitsoperationen werden die von Natur aus mandelförmigen Augen in runde Kulleraugen verwandelt. Auch lange Beine zu haben ist einer der OP-Trends in Asien, welcher allerdings große Risiken mit sich bringt. Dabei werden ihnen die Unterschenkelknochen durchtrennt und in einer monatelangen Prozedur Millimeter für Millimeter auseinandergezogen. Die Beine können bis zu 15 cm verlängert werden.

Aber auch Menschen aus Afrika haben eine stark abweichende Vorstellung von Schönheit. In einem Urvölkerstamm – dem sogenannten Mursi-Stamm aus Äthiopien – gilt es als sehr ansehnlich und attraktiv, bunte Tonteller in der Unterlippe zu tragen. Hier werden den pubertierenden Mädchen Löcher in die Unterlippe geschnitten und im Laufe der Zeit mit immer größeren Tellern ausgedehnt. Der „Schmuck“ kann bis zu 15 cm groß sein. Um den Umfang zu vergrößern werden auch nicht selten die Zähne der Betroffenen ausgeschlagen.

Ein auffallend weit verbreitetes Ideal, welches in vielen Kulturen aus Afrika als besonders schön gilt, ist die Fettleibigkeit. Starke Kurven und ein großes Hinterteil werden in verschiedenen Gesellschaften stark mit kurzen Röcken und enganliegenden Klamotten betont. Bereits in einem Alter von fünf Jahren werden die Mädchen dem Zwangsernährungsmodell dem „Leblouh“ unterzogen. Wenn das Sättigungsgefühl eingetreten ist, werden den Betroffenen unter enormen Schmerzen noch weitere Lebensmittel zugeführt.

Beeinflussung der Schönheitsideale

Was gerade an Kleidung aktuell und schön ist, oder welche Haarfarbe im Trend liegt, bestimmen nicht mehr wir selbst. Durch Social Media und Print Medien wie zum Beispiel die bekannte Zeitschrift Vogue werden uns diese Trends vorgegeben und vorgelebt. Wir versuchen mit aller Macht uns diesem Ideal anzupassen und verlieren dadurch unseren eigenen und individuellen Style. Der ständige Druck unserer Gesellschaft, sowie unter anderem auch von unserem Freundeskreis verleitet uns, immer dazu gehören zu wollen. Die neusten Schuhe oder das neuste Handy auf dem Markt steigern unser Selbstbewusstsein und geben uns ein gewisses Anerkennungsgefühl.
Aber woher kommen diese Trends und wer sagt, dass wir ihnen folgen müssen?
Mit der Zeit ändern sich unsere Ideale stetig – Von der kräftigeren Frau mit starken Kurven zum dünnen und kaum kurvigen Model. In den 90ern vertritt Kate Moss den Trend des sogenannten „heroin-Chics“. Schön war plötzlich nicht mehr das gestylte Barbie-Püppchen, sondern das müde, rebellische und abenteuerfreudige Mädchen.
Immer mehr Promis gehen ihren eigenen Weg und versuchen ein Statement an die Menschheit zu bringen und sich gegen die momentane Schönheitswelle zu stellen.
Pais Jackson: bei der People’s Ones to Watch Party‘ in Los Angeles kam sie völlig ungeschminkt. Ihr sind die aktuellen Schönheitsideale egal und so bäumt sie sich gegen die Glamour-Konventionen in Hollywood auf. Aber auch Heidi Klum und Sängerin Alicia Keys folgten dem Statement. Komplett ungeschminkt, ohne jegliches Make-up traten sie auf den Roten Teppich und strahlten Selbstsicherheit und Selbstliebe aus.

Meine Meinung

Ich bin der Meinung, dass wir Menschen uns zu sehr von unserer Gesellschaft beeinflussen lassen. Losgelöst von vermeintlichen Idealen die uns Media Kampagnen verkaufen wollen, sollten wir uns selbst gefallen und unseren Vorstellungen nachgehen.
Schönheit bedeutet nicht nur einen wohl proportionierten Körper zu haben und immer die tollste und neueste Kleidung zu tragen. Schönheit ist ein Zusammenspiel aus viel mehr als nur Äußerlichkeiten. Wer beispielweise ein ehrliches und schönes Lächeln hat, wirkt automatisch schöner und attraktiver auf Mitmenschen. OPs sind dazu nicht notwendig.
Die Zufriedenheit mit sich selber spielt eine große Rolle. Wer mit sich im Reinen ist, symbolisiert Gelassenheit, strahlt innere Ruhe aus und wirkt dadurch automatisch anziehender. Natürlich achtet man trotzdem auch auf das Äußere und es ist einem wichtig wie man auftritt. Jedoch sollte man nicht konstant versuchen andere zu beeindrucken. Denn die einzige Person die wir beeindrucken sollten, sind wir selbst.

 

Caroline Menzel

Quellen

https://www.ok-magazin.de/style/beauty/wir-feiern-euch-diese-stars-trauen-sich-ungeschminkt-auf-den-roten-teppich-42995.html

https://www.vip.de/cms/ungeschminkt-auf-dem-roten-teppich-paris-jackson-rebelliert-gegen-aktuelle-schoenheitsideale-4128808.html

http://www.weekend.at/deluxe/beauty/wandel-schoenheitsideal/39.720.273

https://www.wissen.de/schoenheitsideale

https://www.yaacool-beauty.de/index.php?article=2408

https://www.medizinpopulaer.at/archiv/gesellschaft-familie/details/article/beinverlaengerung-im-op.html

https://www.focus.de/panorama/boulevard/afrika-farben-und-kurven-afrika-und-die-schoenheit_aid_516853.html

https://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/mission-wissen-weltweit-schoenheitsideale-clip

https://blog.rhinoafrica.com/de/2018/05/30/7-spannende-schoenheitsideale-afrikanischer-staemme/

https://www.ok-magazin.de/style/beauty/beauty-trends-aus-asien-die-skurillen-schoenheitstricks-der-stars-40576.html

https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BC%C3%9Febinden_(China)

https://www.youtube.com/watch?v=Uame5znQ_sI

http://www.paradisi.de/Beauty_und_Pflege/Schoenheit/Schoenheitsideale/Artikel/8301.php

Bild-Quelle:

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