In der Bibel steht: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Doch bevor Liebe herrschen kann, brauchen wir R

espekt.
Respekt – auch vor dem Islam.

„Nichts ist seit dem 11. September mehr, wie es war. Überall in der Welt herrscht Angst vor neuen Terror-Anschlägen. Die Militäraktion in Afghanistan dient dem Ziel, das Netzwerk gewaltbereiter Islamisten zu zerschlagen. Doch die damit verbundenen Hoffnungen auf eine friedlichere Welt dürften sich wohl kaum erfüllen.“ So wird das Buch „Propheten des Todes“ von Udo Ulfkotte beschrieben. Um meinem Thema treu zu bleiben, gehe ich zunächst auf die Worte „gewaltbereite Islamisten“ ein. Wie wir alle wissen, gibt es Abermillionen böse und schlechte Menschen auf dieser Welt, doch diese Charaktereigenschaften haben nichts mit der Religion oder Herkunft zu tun. Jeder Mensch hat schlechte Eigenschaften, egal ob Jude oder Christ, groß oder klein, schwarz oder weiß. Ich habe mich intensiv mit meinem Thema auseinandergesetzt und bin leider auf das Ergebnis gekommen, dass vor allem der Islam von vielen Autoren und Reportern als eine gewalttätige, frauenverachtende und aggressive Religion deklassiert wird. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass ein großer Teil unserer Menschheit jeden Islamisten mit allen guten, warmherzigen und vor allem unschuldigen Muslimen in einen Topf steckt. Warum die Religion in ein so schlechtes Licht gestellt wird, versuche ich zu erklären und hoffe auch, dass nach und nach der Islam wie alle anderen Religionen respektiert wird.

Der radikale Islamismus ist eine politische Ideologie, keine Religion!

IS-Anhänger mit IS-Flagge

Seinen Vertretern geht es nicht um Erlösung und den Einzug ins Paradies, sondern um irdische Macht. Nicht umsonst konnte der IS zur reichsten Terrororganisation der Welt aufsteigen. Durch nachfrage innerhalb meines muslimischen Bekannten- und Freundeskreis ist mir aufgefallen, dass alle der Befragten für den Weltfrieden und gegen den Terror sind. Das zeigten vor allem die Reaktionen auf den Anschlag in Barcelona, denn dort gingen Muslime auf die Straße, um ein klares Zeichen gegen den Terror zu setzen. Warum? – Weil nicht nur Ungläubige durch den Terror ihr Leben verlieren, der größte Teil der Opfer sind selber Moslems. Der IS tötet nicht nur die, die nicht an ihren Gott glauben, sondern jeden, der nicht freiwillig zu einem Anhänger des IS wird. Habt ihr euch einmal gefragt, wieso so viele, teilweise auch noch sehr junge Menschen der IS beitreten und somit den radikalen Islamismus unterstützen? Berichten zufolge wird ihnen ein Leben in Reichtum und „späterem Frieden“ versprochen. Mit „späterem Frieden“ ist der Eintritt in das Paradies nach dem Tod gemeint. Ihnen wird immer wieder eingetrichtert,dass sie nur für Gott alleine töten würden und dass es gut ist, Menschen zu morden, die nicht ihren Glauben teilen. Mir wurde früher immer gesagt, dass jedes „Gottesbuch“ eine Interpretation ist, da jeder dieses Buch anderes liest und anders versteht. Wenn man berücksichtigt, dass diese Bücher vor tausenden Jahren verfasst wurden und zu dieser Zeit der Sprachgebrauch sehr abweichend von unserem jetzigen ist, ist es so, dass die Übersetzungen zu heutiger Zeit viel „härter und aggressiver“ klingen.

„Wenn ich einen faulen Apfel an meinem Baum wachsen sehe, fälle ich nicht den ganzen Baum.“

Auswanderung von Mekka nach Medina

Ja, jeder IS-Verbündete ist ein Moslem, aber der IS ist nicht der Islam. Viele wissen nicht, dass das Töten im Islam wie auch in anderen Religionen eine Sünde ist, Sure 5 Vers 32: „Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (dass es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte.“
Die Grundlage des IS ist der Vers, der besagt: „Töte jeden Ungläubigen.“ Der Grund, warum dieser Vers im heiligen Buch verfasst wurde, ist der, dass vor vielen tausenden Jahren die Moslems von Ungläubigen verfolgt, gefoltert und getötet wurden. Ungläubige, die einst Landsleute waren. Im Jahre 622 begann die berühmteste Auswanderung der Muslime von Mekka nach Medina. In Mekka verehrten die Menschen diverse Götter. Als der Erzengel Gabriel die Existenz Allahs und des Islams dem Propheten Mohammed offenbarte und dieser den Glauben an die Öffentlichkeit trug wurde er zum Feind, denn die Gesellschaft fühlte sich durch die neue Religion bedroht. Er gewann sehr schnell Anhänger. Viele von ihnen waren Opfer von Verfolgungen und Folterungen, ebenso wurden viele getötet. Der Vers im Koran entstand zu dieser Zeit und diente somit „nur“ zur Selbstverteidigung. Denn Krieg gibt es in allen Ländern meist wegen des Glaubens. Dies ist selbstverständlich keine Entschuldigung für die Geschehnisse in unserer Zeit, doch wir müssen verstehen, dass nicht die Religion schuld daran ist, sondern es sind die Menschen auf unsrer Welt, die Texte interpretieren, wie sie möchten und wie sie es für richtig halten. Ein IS-Anhänger ist nichts anderes als ein maliziöser und fürchterlicher Mensch, der vorgibt, seine Religion zu kennen, jedoch seine eigene daraus macht. Der Ruf des Islams wird dadurch nicht nur verdorben und herabgesetzt, sondern der Islam verliert gleichermaßen seine wahre Bedeutung und den Respekt der Menschheit, denn der Ausdruck „Islam“ bedeutet übersetzt „Friede“ – und das nicht grundlos. Dass nur die negativ interpretierten Verse an die Öffentlichkeit gelangen und wiedergegeben werden, nenne ich „die Politik unserer Menschheit“. Der Islam möchte den Menschen mit Hilfe des Korans dazu bewegen, anderen zu helfen, ärmeren und schwächeren Menschen, und auch sein eigenes Leben wertzuschätzen und zu bereichern.

„Schau in den Spiegel und nicht aus dem Fenster!“

Es ist mir wichtig, dass jede Religion akzeptiert wird, und ich finde es schade, dass unschuldige Menschen unter den pauschalisierenden Medien leiden müssen. Fast jede Frau mit Kopftuch oder der muslimische Mann mit Bart wird in der Öffentlichkeit mit ernsten, ängstlichen oder entsetzenden Gesichtern angeschaut und verurteilt. Ohne jeglichen persönlichen Grund. Unter jedem Bart und unter jedem Kopftuch steckt die gleiche Art von Mensch, wie wir alle. Bevor wir urteilen und die Fehler bei anderen suchen, sollten wir auch die Fehler in uns erkennen. Welche Fehler? – Wie würde es dir denn gefallen, mit Mördern verglichen zu werden?
Ich habe mit diesem Text versucht zu erklären, weshalb die Religion nichts mit den „gewaltbereiten Islamisten“ zu tun hat. Die Religion selbst hat niemandem Schaden zugefügt, nur die Menschen, die den Namen der Weltreligion in ein schlechtes Licht gerückt haben, sind die Täter. Ich weiß das jeder seine eigene Meinung hat, jedoch besteht die Gefahr das die Medien die Menschen womöglich manipulieren. Schnell kann ein unschuldiger zum Opfer einer Diskriminierung werden und somit unter den Verbrechen des Täters leiden. Es wäre sinnvoll, dass man mit offenen Augen in den Spiegel und die Welt schaut.

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