„Sport ist Mord“ – eine von Sportmuffeln immer wieder gern vorgebrachte Aussage, wenn es um die Abwehr körperlicher Betätigung geht. Aber steckt nicht doch ein Fünkchen Wahrheit dahinter? Ein Kommentar – so ehrlich wie sein Titel.

Meine Wenigkeit als selbsternannter „Sportaholic“ kann dir nur eins sagen: Es stimmt! Fang bloß nicht damit an – und wenn du schon gefangen bist im Teufelskreis des Fitnesskosmos: Lauf weg vor dem gefährlichen Sport-Strudel, bevor er dich in seinen Fängen hat!
Einige Personen des öffentlichen Lebens – darunter überwiegend Influencer-Fitnessqueens wie Pamela Reif – stellen Sport immer dar als eine Tätigkeit, die in jedermanns Leben einen Platz zu haben hat. Aber stimmt das denn? Muss es wirklich das „Get abs like a fitness guru in 10 minutes“-Video sein, das jeden Tag vor dem Schlafengehen über mein MacBook Air flattert, während ich mich davor auf dem harten Boden meines Zimmers (oder doch der Tatsachen?) zu Tode quäle? NEIN, muss es nicht. Denn Sport ist eigentlich gar nicht so toll, wie die Sportgötter es immer darstellen: Denn bekanntlich ist ja nicht alles Gold was glänzt, nicht wahr?
Ich möchte gerne ein Zeichen setzen und dem Sporttrend trotzen: Im Folgenden werde ich dir also einige Gründe nennen, wieso du nicht mit Sport anfangen bzw. schleunigst wieder damit aufhören solltest!

Der Stepper – ein wahres Teufelsgerät

Keine Zeit?!
Der erste Punkt, der dich zum Umdenken bringen sollte, ist der Zeitfaktor.
Mal ehrlich, Fakten auf den Tisch: Sport ist und bleibt ein Zeitfresser und zwar ein richtig großer! Wie viel wertvolle Freizeit dabei doch verloren geht, in der man so viel Sinnvolleres machen könnte, wie beispielsweise in der faszinierenden Welt von Instagram, TikTok und Co. zu versinken.
Während man sich beim Training bemüht, unnötige Zeit mit Körperquälerei zu füllen, hätte man schon drei Mal die neue Staffel „Grey’s Anatomy“ fertig schauen können.
Zudem kommt noch der Faktor Tageszeit hinzu: Wann bitteschön soll der Sport denn ausgeübt werden? Nach der Arbeit, nachdem man 8 Stunden lang schwer geackert und sich sein täglich Brot verdient hat? Ganz bestimmt nicht – da ist man müde und braucht seinen Schönheitsschlaf, keine Diskussion! Und vor der Arbeit… ähm nein? Schon mal was von vollgepackter Morgenroutine gehört? Schlaftrunken nach einer wieder mal viel zu kurzen Nacht erwachen, viel zu lange vor dem Kleiderschrank für die Wahl des „Outfits of the day“ brauchen, viel zu dunkle Augenringe und Unreinheiten im Bad wegschminken, Kaffee in der Eile herunterstürzen und loshetzen zur nächsten U-Bahn, damit man wenigstens noch einigermaßen pünktlich in der Arbeit ankommt. Wo genau soll man an dieser Stelle jetzt ein morgendliches Workout einbauen? Richtig, da braucht man seine grauen, verstaubten Gehirnzellen gar nicht erst hochfahren. Da wird nämlich auch so klar, dass da absolut kein Zeitfenster frei ist.

Ja gut, da der Faktor Tageszeit nur für fünf der sieben Wochentage eine mehr als gerechtfertigte Ausrede darstellt, bleibt nur noch das Wochenende. Aber nach einer harten Arbeitswoche wird es doch genehmigt sein, so richtig feiern zu gehen und ein Bier (natürlich nicht mehr) zu trinken. Damit wäre ja wohl ganz klar Schluss, würde man sich zu regelmäßigem Training an den arbeitsfreien Tagen zwingen. Denn kombinieren lassen sich diese beiden Aktivitäten kaum – man will ja, wenn man schon Sport treibt, auch Fortschritte sehen. Und wie soll das funktionieren, wenn man die Nacht zuvor durchgefeiert hat? Richtig: geht nicht! Wie du also siehst: Wie so oft im Leben steht man vor der schweren Aufgabe, Prioritäten zu setzen: Und wie ich dir oben aufgezeigt habe, würde Sport dir nur wertvolle Lebenszeit rauben.

Woher das Geld?!
„Geld regiert die Welt“ – ist (leider) Fakt. Die meisten Normalsterblichen unter uns schwimmen nicht in Geld, sondern müssen sich gut überlegen, für was sie ihr hart Erspartes ausgeben. Dieser Faktor spielt beim Sport leider auch eine große Rolle. Denn zum einen sollte man natürlich entsprechend gekleidet sein: Ohne Sportschuhe und das neueste Sportoutfit aus der Nike-Kollektion lässt einen kein Fitnessstudio die Eingangstüre passieren. Hinzu kommen zu diesen Grundkosten auch noch die Gebühren für das Ausführen des jeweiligen Sports. Die Studio-Mitgliedschaft für die Fitnessfreunde, das Trainingsequipment für die Home Workouter, die Vereinsbeiträge für die Mannschaftssportler usw.
Sie alle müssen zusätzliche Euros purzeln lassen, die man beispielsweise für die neueste Playstation oder das fünfte Handy innerhalb eines Jahres hätte aufwenden können. Ein Mäuschen, das ebenfalls ein großes Loch in den Geldbeutel der Sportler frisst – das man aber gerne mal vergisst – nennt sich Hunger. Ganz klar, je mehr Kalorien man beim Sport verbrennt, desto mehr Appetit hat man danach. Dementsprechend muss man natürlich mehr Geld für Lebensmittel ausgeben, was sich dementsprechend auf dem Bankkonto widerspiegelt.
Einen weiteren Kosten-Punkt, den man ebenfalls nicht wirklich auf dem Schirm hat, ist das Wäschewaschen. Wenn man seinen ausgewählten Sport richtig ausübt, strömt einem normalerweise der Schweiß wie Sturzbäche den Körper hinunter und lässt die frischen, gerade erst neu gekauften Sportklamotten nicht mehr unbedingt nach dem neuen Waschpulver von Mutti riechen. Dementsprechend muss die Wäsche um einiges öfter gewaschen werden, was – wie wir alle mit einem tiefen Seufzer zugeben müssen – leider auf Dauer auch echt geldaufwendig werden kann.

Lass diese Bälle am Besten genau so: unberührt

Sport – die drohende Gefahr?!
Den letzten Punkt lässt man gerne mal außer Acht, beziehungsweise will es sich nicht eingestehen: Sport ist und bleibt eine super gefährliche Tätigkeit! Denk doch nur mal an den Muskelkater, den man teilweise am Tag (oder eher an den Tagen) nach dem Training hat. Wieso sollte man sich freiwillig so quälen, dass man die darauffolgenden Tage nicht einmal mehr die Treppe zu seiner Wohnung im dritten Stock hochkommt ohne einen mehrmaligen Kreislaufkollaps zu erleiden und die Beine danach nicht mehr zu spüren? Zusätzlich kann es sogar so weit kommen, dass man sich ernsthafte Verletzungen zuzieht. Mal ehrlich, fast jeder Sportler, der in seiner Sportart aufgeht, hat sich schon einmal verletzt: Sei es eine Zerrung im Oberarm nach zu übermotiviertem Bankdrücken, ein Kreuzbandriss nach einem unglücklichen Ausfallschritt im Handball oder Schmerzen im Rücken nach einem Home Workout, vor dem man sich wie immer ganz sicher war, dass Aufwärmen was für Weicheier sei. Einmal nicht aufgepasst – zack ist man einige Wochen außer Gefecht gesetzt. Das muss ja wohl nicht sein oder? In verletztem Zustand kann man sich ja dann nicht mehr um die wichtigen Dinge des Lebens kümmern, wie shoppen gehen oder neue Bilder für den Instagram Feed schießen. Deshalb lässt man das mit dem Sport am besten einfach bleiben, dann können solche Pannen gar nicht erst passieren.

Wie du siehst: Sport ist wirklich Mord! Vergeude deine Zeit also nicht damit, denn sterben müssen wir alle noch früh genug. Das Schlimmste am Sport habe ich dir ja schon direkt am Anfang gesagt: Sport kann süchtig machen und das ist gefährlich! Deshalb fange erst gar nicht damit an bzw. erhöhe dein Pensum nicht so weit, dass du in diesen Zustand hineinrutschst, denn ich sage dir eins: So schnell kommst du da nicht mehr heraus.

von Anna Binder

 

Quellenverzeichnis:

https://laufvernarrt.de/sport-ist-mord-argumente-gegen-sport/

http://www.pro-und-kontra.info/gesellschaft/gesundheit/sportfreak-oder-bewegungsmuffel/

https://www.marathonfitness.de/sport-machen/

https://www.ausdauerblog.de/glaubenssaetze/

Bildquellen:

eigene Produktion

Categories: Allgemein

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