Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Diese Vorstellung trifft nicht immer zu. Ob 11. September 2001 oder die Corona Pandemie heute, die Nation wurde und wird mit Tod und Trauer überschattet. Doch wie können diese zwei Krisen so unterschiedlich ablaufen? Einmal, geeint im Terror, das andere Mal, gebrochen in der Pandemie.

Wie kann man eine Nation brechen? Die Antwort hier rauf kann Folgende sein: In dem man ihre Menschen bricht. Doch wie bricht man einen Menschen? Ich würde sagen, durch den Verlust geliebter Menschen. Das sind harte Worte, aber Realität. Realität war das auch vor mittlerweile fast 20 Jahren, denn am 11. September 2021 jährt sich ein Verbrechen gegen die Vereinigten Staaten, bei dem viele unschuldige Menschen ihr Leben lassen mussten. Aber nicht nur das, die Corona Pandemie wütet über die ganze Welt und macht auch vor der USA keinen Halt. Die Menschen fühlen sich allein gelassen, die Stimmung kriselt, es wird zu Protesten aufgerufen, eine Nation am Limit. Doch wie kann es sein, dass eine so mächtige Nation, von einer Pandemie mehr gespalten ist, als von einem Anschlag auf ihren Grund und Boden?

– Damals –

„Die ersten tauchten am Tag danach auf. Bald klebten die Zettelchen überall, an Wänden, Laternen, Kiosken, Haltestellen, Telefonzellen: Suchposter mit Fotos, physiologischen Merkmalen („braune Augen, Blutgruppe A“) und letzten Aufenthaltsorten („Tower One, 86. Stock“) der Verschollenen, die nie nach Hause gekommen waren. Die Appelle wirkten wie stille Schreie.“ 11. September 2001, New York City. Für alle ein normaler Dienstag. Dachten zumindest alle, auch die Menschen an jenem Tag, die pünktlich zum Arbeitsbeginn, in die Twin Towers des World Trade Center kamen, da wäre es wohl gut gewesen, wenn der Wecker nicht geklingelt hätte. Um 8:46 Uhr war es aber für die Meisten zu spät. Zwei Passagierflugzeuge krachten direkt in die zwei Türme des World Trade Center und rissen unzählige Menschen in den Tod. Viele waren über der Einschlagsstelle gefangen und starben qualvoll an Ersticken oder verbrannten einfach. Einige wollten sich nicht diesen Toden überlassen und sprangen, vor den Augen der Zivilisten auf den Straßen, aus den über 400 Meter hohen Türmen direkt in den Tod. Diesen Anschlag hatte die islamistische Terrorgruppe Al-Qaida zu verantworten, unter der Führung von Osama bin Laden. Sie griffen nicht nur die Twin Towers in New York an, es stürzte auch ein weiteres Flugzeug in das Pentagon Gebäude in Washington D.C., wie auch in ein Feld in Pennsylvania, wobei Letzteres von den Passagieren zum Absturz gebracht wurde. Die Nachrichten gingen um die ganze Welt. Circa 3000 Menschen verloren ihr Leben und ein ganzes Land, war am Boden zerstört. Doch obwohl Amerika so hart getroffen wurde, war der Zusammenhalt nie größer, denn jeder wusste, es war nicht die Zeit um sich geschlagen zu geben. So wurden Feuerwehrmänner in diesen Tagen die Helden, Überlebende waren Zeugen und alle anderen waren die größten Unterstützer der Nation. In den nachfolgenden Jahren wurden Denkmäler errichtet, wie unteranderem Ground Zero. Wer schon einmal dort gewesen ist, kennt dieses Gefühl, das man verspürt, wenn man an den Tafeln entlang schreitet, auf denen die Namen aller stehen die ihr Leben lassen mussten. Doch das Schlimmste was dabei anzusehen ist? Wenn einem Namen ins Auge stechen, bei denen eine Rose neben dran liegt und man weiß, sie werden bis heute sehr vermisst. Plötzlich denkt man auch an die Menschen, die ihre Liebsten an diesem Tag zum letzten Mal gesehen haben und doch hinter ihrem Land stehen und Jahr für Jahr trauern, aber trotzdem stark bleiben.

– Heute –

Fast 20 Jahre später ist die Corona Pandemie in aller Munde und während andere Länder Lockdown nach Lockdown in die Höhe ziehen, wollte Amerika sich zuerst nicht wirklich mit dem Thema auseinandersetzten. Denn alles was die Bevölkerung bekam, war die Bestätigung, dass ein psychisch gestörter Präsident an der Macht war, und ja ich meine das genauso wie ich es sage, weil ein normaler Mensch würde kaum behaupten, dass man sich Desinfektionsmittel spritzen sollte und so immun gegen das Virus wird. Es wurde einfach nichts getan, um den Menschen zu helfen. Donald Trump hatte nicht mal eine Maske getragen, er war einfach kein Vorbild. Die Krankenhäuser waren überlastet, Menschen starben und er hatte einfach weggesehen. New York City hatte es zu dieser Zeit – mal wieder- am Schlimmsten getroffen: „Jeder in New York kannte jemanden, der am 11. September gestorben ist“, sagte Louise Mirrer, die Präsidentin der New-York Historical Society, der New York Times. „Jeder in New York kennt jemanden, der an Covid-19 gestorben ist.“ Es muss sich so ähnlich anfühlen wie damals, nur, dass zu dieser Zeit, die Menschen zusammenhielten und jeder den anderen unterstützte. Und was ist jetzt mit diesem Land passiert? Es geht in einzelnen Krawallen und Demonstrationen unter, während Trumps Anhänger noch das Weiße Haus stürmten.

Man könnte einfach sagen Zeiten ändern sich. Ja das stimmt. Aber Amerikas Spaltung ist nicht der Zeit gegeben, sondern ihrem Präsidenten. 9/11 waren ein Anschlag aus dem nichts, keiner wusste wann, wie und warum. Doch die Pandemie kam langsam und man hätte ihr gut entgegenwirken können, doch dies verpasste die Regierung der USA komplett und natürlich haben es die meisten anderen Länder nicht besser gemacht, doch mittlerweile gibt es in den USA mehr Tote, als amerikanische Soldaten die im zweiten Weltkrieg gefallen sind. Das alles zieht einen langen Rattenschwanz nach sich und obwohl Donald Trump komplett versagt hat, hätten ihn viele wiedergewählt. Jetzt zu diesem Zeitpunkt kann man sagen, Amerika wurde (von Trump) befreit und hat mit Joe Biden einen neuen Präsidenten und hoffentlich auch einen besseren.

Ganz zum Schluss stellt sich die Frage, warum dieser Vergleich? Auf das warum habe ich keine Antwort, aber auf das „man muss die Augen mal öffnen was in der Welt passiert“ habe ich eine: Ich persönlich hatte mich schon immer mit dem Thema 9/11 beschäftigt und die Menschen bewundert, die so einen schlimmen Verlust erlitten haben. Jetzt sind wir alle mit der Situation konfrontiert, dass wir jemanden verlieren könnten und dieses Land, das so gesehen ein Vorbild für einen solchen Verlust war, versagt in dieser Krise komplett und es ist schlimm mit anzusehen, dass dies nur einem Mann zu verschulden ist, der offenbar keine Angst davor hat jemanden zu verlieren, was noch viel schlimmer ist.

 

von Antonia Pigl

 

Quellen

https://www.spiegel.de/politik/ausland/9-11-gedenken-in-der-corona-krise-wenn-der-tod-nicht-mehr-schockiert-a-fe7d1379-785d-4922-8df2-01a2ee470412 (Stand 17.03.2021)

Bild 1: https://pixabay.com/de/photos/ground-zero-new-york-city-81886/

Bild 2: https://pixabay.com/de/photos/feuerwehrmann-schutt-und-asche-9-11-100722/

Bild 3: https://pixabay.com/de/photos/memorial-9-11-new-york-992563/

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