Hast du schon mal etwas von Kryptowährungen oder Bitcoin gehört? Vermutlich schon! Weitaus weniger geläufig ist der Begriff „Blockchain“. Was steckt hinter dem komplexen System der Digitalen Währungen und wie kann Otto-Normal-Verbraucher diese erwerben?

Was sind Kryptowährungen und wie kann ich selbst welche kaufen?

Heutzutage hat wohl jeder schon einmal den Begriff Kryptowährungen aufgeschnappt. Was genau es aber mit diesem, leider oft negativ behafteten, Begriff auf sich hat wissen nur die Wenigsten.

Prinzipiell könnte man sagen, der Markt mit Kryptowährungen ist wie der Aktienmarkt, nur in wesentlich kleinerer Ausführung. Außerdem werden statt Wertpapieren von Unternehmen sogenannte Coins und Tokens gehandelt. Jeder dieser Coins/Tokens repräsentiert eine digitale Währung. Die wohl bekannteste Währung ist „Bitcoin“ und macht rund 64% des gesamten Marktanteils der Kryptowährungen aus. Derzeit gibt es etwa 5.000 verschiedene Kryptowährungen mit einer gesamten Marktkapitalisierung von 263 Milliarden Euro.
Das mag für den ein oder anderen auf den ersten Blick vielleicht viel klingen, wer sich aber im Aktiengeschäft auskennt weiß, dass dies eine fast schon lächerlich kleine Summe ist. Zum Vergleich: Allein die Aktien von Apple haben schon eine Marktkapitalisierung von fast 1,3 Billionen Euro.
Durch diesen geringen Geldpool ist der Kryptowährungsmarkt sehr volatil und kann bereits durch „kleine“ Investments enorme Schwankungen herbeiführen.

Doch was unterscheidet Kryptowährungen von herkömmlichen Währungen wie dem Euro oder dem Dollar?
Das Revolutionäre und der Grund, weshalb immer mehr Menschen Gefallen an Kryptowährungen finden ist, dass diese Währungen auf einem dezentralen Netzwerk basieren. Das bedeutet, sie werden nicht von einer zentralen Instanz wie der Regierung gesteuert.
Vergleichen wir mal den Euro mit dem Bitcoin: Der Euro wird von der Europäischen Zentralbank gelenkt und überwacht; es kann einfach so viel man will nachgedruckt werden. Gefahren dadurch sind allgemein bekannt – Stichwort: Inflation.
Wohingegen der Bitcoin eine endliche Ressource ist, von der insgesamt und weltweit nur 20,99 Millionen Stück existieren können. Ein bisschen wie Gold, nur in digitaler Version.

Aufgebaut ist dieses dezentrale Netzwerk auf der Blockchain Technologie. Die Funktionsweise der Blockchain ist, dass alle Nutzer des Netzwerks miteinander verknüpft sind und Gruppen bilden. Jeder dieser Nutzer hat einen unveränderbaren „Privatkey“, welcher für eine eindeutige Kennzeichnung des Nutzers und den übermittelten Daten sorgt. Tätigt also nun Person A eine Transaktion, wird dieser Datenaustausch mit dem Privatkey gekennzeichnet und von allen Nutzern innerhalb der Gruppe verschlüsselt gespeichert. So weiß nun jeder, dass Person A einen Datenaustausch mit Person B hatte, jedoch kennt keiner den Inhalt dieser Transaktion. Falls man gerne völlig transparent handeln möchte, kann man seine Transaktion auch mit Hilfe eines Publickey für die Öffentlichkeit zugänglich machen.
Weil jeder Nutzer jede Transaktion seiner Gruppenmitglieder speichert, gelang es in über 10 Jahren kein einziges Mal einen erfolgreichen Hackerangriff durchzuführen. Schließlich müsste die Informationsveränderung nicht nur bei den beteiligten Parteien durchgeführt werden, sondern auch bei jedem Nutzer innerhalb der Gruppe. Und das ist praktisch unmöglich!
Wird ein solcher Versuch unternommen, wird die Auffälligkeit festgestellt und es kommt zu einer Sperrung des Datenaustausches. Woraufhin durch den Privatkey, der ursprüngliche Eigentümer ausfindig gemacht und die Transaktion auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft wird. Zusammengefasst kann man also sagen, die Blockchain ist ein Verschlüsselungssystem, welches Transparenz und Sicherheit gewährleistet, indem man alle Prozesse nachvollziehen und einsehen kann. Wie weit diese Transparenz jedoch gehen soll, kann von den Nutzern ganz individuell bestimmt werden.

Da alle Kryptowährungen auf diesem System basieren, muss man sich also keine Sorgen machen bei dem Traden der Coins und Tokens einem Hacker zum Opfer zu fallen. Jedoch sollte man vorsichtig bei der Auswahl der Unternehmen sein, bei denen man seine Kryptowährungen verwaltet. Es gibt viele unseriöse Anbieter mit tückischen Klauseln in den AGB´s. Diesen Unternehmen dürfte es unteranderem auch zu verdanken sein, dass Kryptowährungen bei vielen Menschen so in Verruf geraten sind und gleich mit einem: „Finger weg von diesem Quatsch“ abgetan werden.
Selbstverständlich besteht der Markt nicht nur aus solch betrügerischen Anbietern. Es gibt viele seriöse Unternehmen in diesem Bereich der Geschäftswelt und ihre Zahl wächst ständig. Zwei der gängigsten Anbieter für den Handel mit Kryptowährungen sind „Coinbase“ und „Binance“.

Binance hat eine Vielzahl an Kryptowährungen, von bekannten Coins bis hin zu sehr kleinen und unscheinbaren Tokens. Der Nachteil an diesem Portal ist, dass man nicht einfach eine zentrale Währung (z.B.: Euro) einzahlen und in Kryptowährungen umtauschen kann, sondern sich Binance ausschließlich auf das Traden von Kryptowährungen untereinander spezialisiert hat. Möchte man also beispielsweise Tron-Coins erwerben, geht das nur durch den Tausch gegen eine andere Kryptowährung wie Bitcoin oder Ethereum.

Das Prinzip von Coinbase funktioniert dafür genau gegenteilig. Hier kann man nur wenige und bekannte Kryptowährungen erwerben. Der Währungstausch erfolgt jedoch ganz gewöhnlich gegen Euro oder Dollar.
Wenn man also in den Markt mit Kryptowährungen einsteigen will, ist es zu empfehlen sich bei Coinbase mit den gängigsten Kryptowährungen einzudecken. Im Anschluss können diese auf Binance zum Handeln benutzt werden, um sein Portfolio möglichst breit aufzustellen.
Ob man nun in den noch kleinen Markt einstiegen sollte, bleibt jedoch jedem selbst überlassen. Als oberstes Gebot steht immer erst informieren und Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen.

Autor: Sebastian A.


Bilder

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Quellen

https://coinmarketcap.com/de/all/views/all/

https://www.coinbase.com/?locale=de

https://www.binance.com/en

https://unternehmerkanal.de/blockchaintechnologie-geschaeftsmodelle/

https://www.btc-echo.de/bitcoin-anzahl/


Categories: Allgemein, Bildung, Politik

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