Welchen Weg gehst du? Folgst du deinen Träumen oder den deiner Mitmenschen? Sind deine kuriosen Ideen wirklich nur Hirngespinste? Lest rein und lasst euch inspirieren!



Schule, Ausbildung, Universität, Arbeit, Familie, Rente. Dies ist ein Weg, der von den meisten Deutschen eingeschlagen wird. Manchmal mit Absicht und auf der Suche nach Sicherheit, doch auch häufig durch Zufall, oder eher gesagt, geleitet durch Einflüsse unserer heutigen Gesellschaft. Dadurch kommt es, dass wir in der Arbeitswelt, welche im Laufe der Zeit ihre Möglichkeiten um einiges erweitert hat, verloren sind. Wir werden mit so vielen Entscheidungen konfrontiert, dass wir vergessen, auf uns selbst zu hören. Natürlich ist die ganze Geschichte mit »Du musst auf dein Herz hören« nicht so leicht, wenn man gerade mal 16 oder 17 Jahre alt ist. Viele gehen an dieser Stelle den Weg, welcher von ihnen erwartet wird und angesehen ist. Die Angst, etwas Spezielles auszuprobieren ist zu groß und der Druck wird nicht weniger. Was können wir also tun?

Letztendlich gibt es keine Musterlösung doch der erste Schritt zu einem zufriedenstellenden Leben ist, sich selbst besser kennen zu lernen und sich letztendlich zu informieren, welche Möglichkeiten vor einem liegen.
In diesem Artikel werdet ihr ein paar Leute kennen lernen, die aus der deutschen Norm ausgebrochen sind und es nie bereut haben.

Petra und Michael sind beide ungefähr 30 Jahre alt und leben momentan in einem kleinen Dorf in Österreich. Petra machte mit 16 Jahren eine Ausbildung zur Ski-Lehrerin. Dies sollte eigentlich nur ein kleiner Nebenjob werden, doch als sie dann drei Jahre später ihr Abitur schaffte, stellte sie sich die Frage, warum sie denn damit aufhören sollte. Ihre Eltern waren der Meinung, dass Ski-Lehrerin kein anständiger Beruf sei und sahen sie gerne in einem Studium auf Lehramt mit später gewährten Beamtentum. Sie entschied sich jedoch dagegen, bildete sich stattdessen im Alpinen-Bereich weiter fort und zog später für die Wintersaisonen nach Österreich, wo sie dann Michael kennen lernte.
Michael ist ebenfalls seit seinem 16. Lebensjahr Ski-Lehrer, entschied sich jedoch nach seinem Abitur erstmal für ein Sportstudium auf Lehramt. Er merkte allerdings schon während des Studiums, dass dies nur ein Plan B sein könnte. Also machte er sich auch auf nach Österreich. Seit fast 10 Jahren sind beide nun schon jeden Winter in Österreich und haben eine feste und gut bezahlte Stelle in einer Ski- und Snowboard Schule und haben seit 5 Jahren einen festen Wohnplatz. Natürlich kommt jetzt die Frage auf, was passiert im Sommer?
Seit 8 Jahren fliegen beide im Sommer nach Australien, um dann im dort herrschenden Winter wieder zu unterrichten. Auch dort haben sie inzwischen viele Freunde gefunden und eine Wohnung für sich. Nun war es allerdings das letzte Mal, dass es nach Down Under ging, da sie angefangen haben über eine Familie nachzudenken. Als Anfang wurde einem jungen Hund ein neues Zuhause gewährt. Im Sommer werden sie beide also in Österreich bleiben. Petra wird nun als Bergführerin arbeiten während Michael weiterhin beim Bahnen- und Pistenbetrieb arbeitet. Sie haben genug Geld angespart um sich bald ein eigenes kleines Haus leisten zu können und werden wohl weiterhin in der Idylle von Österreich leben.

Kristina absolvierte ihr Musical-Studium als sie Mitte zwanzig war. Inzwischen arbeitet sie an Schulen als Theater-Pädagogin und nebenher auch noch an Laientheatern als Regisseurin. Ihr Traum, Musical Star zu werden, hat sich zwar nicht erfüllt, jedoch möchte sie das auch gar nicht mehr. Sie liebt es mit den Schülern neue Stücke einzuproben und sie zu Großem zu motivieren. Sie hat die feste Überzeugung, dass sie den Kindern mit ihrer Arbeit helfen kann, aus sich herauszukommen und offener für Neues zu sein. An dem Laientheater lernte sie ihren jetzigen Verlobten kennen, mit dem sie nun ihr erstes Kind erwartet.

Wolfang ist ein Globetrotter mit Freunden auf der ganzen Welt. Nach der Schule studierte er russische Geschichte, jedoch nicht, weil er genau wusste, welchen Job er damit bekommen könnte, sondern weil dies eine seiner Leidenschaften war. Danach zog es ihn in die Welt, um die Geschichte vor Ort und Stelle zu erforschen. Dabei lernte er sein Leben zu genießen und es so zu gestalten, dass er voll Ends zufrieden ist. Inzwischen ist Wolfgang 68 Jahre alt und hat keine eigenen Kinder oder einen Lebenspartner. Schlimm findet er dies jedoch nicht. Für ihn bedeutet glücklich zu sein nicht, dass er eine eigene Familie hat, sondern seine Freiheit in Ganzen Zügen ausleben zu können ohne sich Beschränken zu lassen. Oft wird er gefragt, ob er in seinen alten Tagen nicht ab und zu einsam ist, doch das kann er nur lächelnd verneinen. Egal wo hin er geht, trifft er auf neue und alte Freunde. Noch dazu kommt sein Bruder der zwei Töchter hat, seine beiden Cousinen und deren Familie, alleine ist er wirklich nur wenn er es möchte.

Mich haben diese Geschichten inspiriert über die Ideen nachzudenken, welche oft von meinen Mitmenschen als »witzige Ideen« oder »Hirngespinste« abgetan werden. Was hält einen wirklich davon ab kuriose Einfälle zu verfolgen? Natürlich möchte ich keinem raten einfach sein aufgebautes Leben wegzuwerfen, aber was wäre, wenn wir uns einfach mal auf die Couch setzen würden um zu denken? Ich weiß das hört sich nicht so spannend an. Doch ein zufriedenstellendes Leben lässt sich nicht einfach so aus dem Boden stampfen, sondern sollte zuerst überlegt sein. Wir alle haben nur ein Leben und den Spruch »Der Weg ist das Ziel« sollten wir uns auf der Zunge zergehen lassen. Was wäre wenn das Ziel wirklich nur das Ziel ist? Wäre dann der Rest des Lebens einfach nur mühsames abrackern um einen Moment zu erleben? Ich denke nicht. Ich werde versuchen jeden Tag zu meinem Ziel zu machen, damit ich am Ende nichts bereue.
Denn letztendlich lebe ich mein eigenes Leben.

Welches lebst du?


Leave a Reply