Jeder strebt danach und möchte immer mehr und mehr haben, um sich damit seine Träume verwirklichen zu können. Doch was kann passieren, wenn man zu viel davon hat? Geld löst nicht nur Probleme, sondern kann auch neue mit sich hervorbringen.

Geld allein macht nicht glücklich – dieses Sprichwort kennt jeder! Und ich denke, dass daran durchaus etwas dran ist. Jemand der alles Geld der Welt besitzt, aber niemanden zum Teilen hat, ist einsam. Die Menschen wollen sich anderen anvertrauen und ihr Glück teilen können. Aber selbst diejenigen, die Geld, Familie und Freunde haben, können sich nicht immer sicher sein, ob sie diesen Personen auch trauen können.

Wie ich es bisher erlebt habe, sind es vor allem die Kinder aus wohlhabendem Hause, die es schwer haben. Oft kapseln sich diese Kinder selbst von den anderen ab, da sie schlicht und einfach andere Werte teilen. Sie tragen andere Klamotten, gehen in die besten Clubs und Restaurants und bleiben dabei immer unter sich.

Die Teilung der Gesellschaft

Der Clubbesuch ist ein gutes Beispiel dafür, um diese Abkapselung zu verdeutlichen. Während alle anderen die Tanzflächen stürmen, bleiben die Kinder aus reichem Hause meistens an ihren Tischen oder Loungen und feiern dort. Sie mischen sich nicht unter das Partyvolk auf der Tanzfläche, sondern prahlen mit ihren großen Belvedere Vodka und Moet Champagner-Flaschen. Das ist auch in Ordnung so, denn jeder sucht sich automatisch Leute seines Gleichen, aber es ist das Verhalten, das nicht angemessen ist. Oft bekommt man den Eindruck, dass sich diese Richkids oberflächlich oder herablassend den Personen gegenüber verhalten, die nicht die neusten Yeezy-Schuhe von Kanye West oder die neuste Tasche von Chanel haben. Dabei merken sie nicht, dass sie sich selbst ausschließen, denn niemand möchte sich mit Leuten umgeben, die einem das Gefühl geben weniger Wert zu sein.

Doch trifft diese Heranwachsenden wirklich die volle Schuld? Nein! Denn es sind auch vor allem die Eltern, die ihren Kindern die falschen Werte vermitteln und sie in diese Schublade stecken. Ich habe mich oft dabei ertappt, dass ich mich in der Gegenwart dieser „Rich Kids“ unwohl und nicht gleich gestellt fühle, aber das ist natürlich totaler Blödsinn! Die Kinder können nichts dafür, dass ihre Eltern ein größeres Vermögen haben als meine und das ist der Punkt. Es sind die Eltern, die viel Geld haben und nicht die Kinder, also warum neidisch sein? Sie müssen genau wie ich und alle anderen ihren Weg im Leben finden und mit den gleichen Problemen kämpfen. Sie machen sich Gedanken über den ersten Freund/ die erste Freundin, haben Liebeskummer oder Streit mit Freunden. Sie haben nichts zum Anziehen, selbst wenn ihr Schrank vermutlich doppelt so groß ist wie meiner und können in vielen Fällen genauso wenig mit Geld umgehen, wie Leute mit weniger Einkommen.

Man sieht also, dass Geld nicht alle Probleme lösen und auch Nachteile mit sich ziehen kann, aber Geld kann auch ein großer Motivator sein.

Mach deine Träume wahr!

Leider gehöre auch ich zu den Frauen, die nicht ohne einen sehnsüchtigen Blick an den Schaufenstern von Gucci, Valentino und Co. vorbei gehen können. Manchmal ist die Tatsache, dass ich mir nicht, ohne mit der Wimper zu zucken, alles kaufen kann was ich möchte, frustrierend. Aber mein Ziel ist es nicht einen ganzen Schrank voller Designer-Klamotten oder einen Haushalt voller Statussymbole zu haben. Mein Ziel ist es, dass ich mir eines Tages nicht mehr dauernd Gedanken um meine Ausgaben machen muss. Mein Ziel ist es, dass ich mir nicht bei jeder meiner Ausgaben überlege, ob es die Investition wirklich wert ist oder nicht. Und genau deshalb ist Geld auch ein großer Motivator! Das ist eine der guten Seiten am Geld. Man möchte schneller und besser sein, um sich seine Träume erfüllen zu können. Träume sind einer der Gründe warum Menschen arbeiten. Man möchte nicht nur für ein Dach über dem Kopf oder den Tank für das Auto arbeiten, sondern man möchte sich mit dem hart verdienten Geld auch seine Träume erfüllen können. Das treibt uns voran und motiviert uns immer besser zu werden.

Eine weitere positive Seite des Geldes ist der Belohnungsfaktor. Das Gehalt oder der Lohn steht dafür, dass man nicht nur faul auf der Haut liegt, sondern das man für seine Leistung belohnt wird. Ob man den Job gerne macht oder nicht ist eine Sache, aber entweder man wird dafür bezahlt, dass man seine Aufgabe gut gemacht hat oder man stellt voller Freuden fest, dass man wieder einen nervigen Arbeitsmonat hinter sich gebracht hat. Im Ausgleich dazu kann man sich zum Essen in das Lieblingsrestaurant ausführen oder man ist der geliebten Tasche wieder einen Schritt näher gekommen.

Und wer weiß… Vielleicht sind wir dann eines Tages in der Position, unseren wohlhabenden Kindern die richtigen Werte mitzugeben und sie daran zu erinnern, dass man an seinen Träumen festhalten, aber sich auch ab und zu etwas gönnen muss.

Von Corinna Jilg

Categories: Allgemein, Lifestyle

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